Archiv für April 2012

Baugrube

Freitag, 20. April 2012

20. April 2012

Der neue Anbau auf der Westseite des Gebäudes mit dem neuen Treppenhaus und dem Aufzug soll einen Zugang vom Habererweg bekommen. Der Gehweg liegt ca. 1m tiefer als der Fußboden des Erdgeschoßes. Der Aufzugsschacht benötigt eine Grube, die noch einen Meter tiefer ist als die unterste Haltestelle. Inklusive Fundamentstärke muss die Baugrube also ca. 2,50m tief ausgehoben werden (gemessen vom Erdgeschoß). Dummerweise ist der Westgiebel der einzige Gebäudeteil, der nicht unterkellert ist. Die Giebelwand ist nur ca. 1m tief gegründet. Würden wir die Baugrube unmittelbar daneben 1,50m tiefer ausheben als die Fundamente dieser Wand, würde der ganze Giebel in die Baugrube rutschen. Also müssen die Fundamente unterfangen, sozusagen nach unten verlängert werden. Dies muss in drei Arbeitsschritten in fünf jeweils 1,20m langen Abschnitten geschehen.

Der ganze Vorgang bis zum ersten Fundament:

Unterfangung 2. Arbeitsschritt

Der erste Abschnitt rechts im Bild wurde schon Freitag letzte Woche betoniert. Im Bild oben wird gerade der zweite Abschnitt ausgebaggert. Im dritten Teil dazwischen muss das Erdreich stehen bleiben, bis der zweite Teil fertig betoniert ist.

zweiter AbschnittDer zweite Abschnitt kurz vor dem betonieren.

Beton.

Der dritte Abschnitt fertig betoniert.

Am Tag danach wird ausgeschalt und dann  kann endlich die Baugrube ausgehoben werden.

Baugrube mit Sauberkeitsschicht und der Schalung und Bewehrung der Bodenplatte des Aufzugsschachtes.

Jetzt geht’s los!

Mittwoch, 04. April 2012

04. April 2012

Die ersten Aufträge sind vergeben, alle Vorbereitungen und Planungen sind fast abgeschlossen. Am Dienstag nach Ostern wird Firma Hoser Bauunternehmung mit dem Aushub für die Fundamente des Anbaues beginnen.

In der Zwischenzeit wurde das Dachgeschoß etwas weiter “entkernt”: Die vermeintlich nichttragenden leichten Trennwände im früher bewohnten Teil des Dachgeschoßes wurden abgerissen.

Abbruch Gipsdielen-Wände

Dabei mussten wir feststellen, dass das hölzerne und mit Gipsdielen ausgefachte Ständerwerk teilweise doch tragende Funktion hatte und die von unten (!) an die Pfetten genagelten Deckenbalken am herabfallen hinderte.

tragende "nichttragende Wände"

Da der neue Grundriss im Dachgeschoß völlig anders werden soll wie der Bestand (nur eine der Wände bleibt stehen), müssen die Ständer, die bis jetzt irgendwie die Deckenbalken in Position gehalten haben, entfernt werden.

Des Weiteren muss eine Diagonal-Strebe, die bis zum Firstbalken reicht, im unteren Ende entfernt werden, da hier eine Rollstuhl-gerechte Türe in der neu einzuziehenden Wand sein soll.

Diese Strebe muss weg

Um die Kräfte abzufangen, musste die horizontale Zange mit zwei zusätzlichen Balken verstärkt werden. Dann konnte die Strebe gefahrlos entfernt werden.

Strebe entfernt

Hier wäre die Spannweite ohne unterstützende Wand zu groß geworden. Deshalb der Unterzug:

Unterzug

Alle Deckenbalken wurden mit langen Tellerkopfschrauben nach oben an die Pfetten gezogen und zusätzlich mit Vollgewindeschrauben gesichert.