Das Fassadenputz muss weg

Ursprünglich wollten wir den Putz weitgehend erhalten und nur die schadhaften Stellen ausbessern. Nach einer genaueren Untersuchung und unter Hinzuziehung von Anwendungstechnikern der Firma Hasit, dem Hersteller des neuen Putzes, wurde klar, dass es nur an der Ostfassade größere zusammenhängende intakte Putz-Flächen gibt. Alle anderen Flächen, besonders an der Nord- und West-Fassade, sind locker und mürbe und lassen sich teilweise mit dem Fingernagel abkratzen.

Bei einem kurzfristig zustande gekommenen Ortstermin mit Herrn Dr. Hallinger, stellvertretender Referatsleiter beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, wurde entschieden, dass der Putz nur am Giebeldreieck der Ostfassade erhalten bleiben soll. Diese Fläche ist vom Rest durch ein Kaffgesims abgegrenzt und so gibt es auch keinen direkten Übergang zwischen altem und neuen Putz. Diese Übergänge wären bei dem zur Anwendung kommenden groben Kellenwurf mit Korngröße 8mm immer unschön geworden und hätten sich niemals angleichen lassen.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Herrn Dr. Hallinger für die schnelle und unkomplizierte Bearbeitung unseres Projektes!

Also wurde begonnen, den alten Putz abzuschlagen.

Der Putz muss weg

Südfassade ohne Putz

Vorher hatte ich die Lage und Breite aller Faschen, Lisenen und Gesimse der gesamten Fassade dokumentiert.

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