Es geht weiter…..

16. Dezember 2011

Nach fast einem Jahr, in dem ich hier nichts mehr über die Villa berichtet habe, geht es nun weiter.

Am Gebäude ist seither leider nicht viel passiert. Der Grund dafür liegt darin, dass es uns trotz intensiver Suche nicht gelang einen Mieter zu finden, der bereit und in der Lage ist, Miete in einer Höhe zu zahlen, mit der wir unseren Aufwand finanzieren können. Es stellte sich heraus, dass unser ursprüngliches Konzept, die Villa als eine einzige Nutzungseinheit zu vermieten, nicht funktioniert. Aufgrund des Grundrisses lässt sich das Gebäude nicht ohne Weiteres in mehrere kleinere Wohnungen unterteilen, und so versuchten wir, die gesamte Wohnfläche von mehr als 430m² zuzüglich ca. 150m² Nutz- und Nebenfläche am Stück zu vermieten.

Daher hatte ich alle Arbeiten im Innernen des Gebäudes vorerst gestoppt. Nur ein paar Restarbeiten an der Fassade wurden noch zu Ende gebracht, inklusive der Außentüren. Die Kastenfenster sind nun auch komplett, die Kästen und die inneren Flügel sind montiert.

Im Sommer 2011 traf ich dann auf dem Marktplatz zufällig unseren neuen Ersten Bürgermeister Georg Hohmann. Ich lenkte seine Aufmerksamkeit auf die Villa und klagte ihm mein Leid mit der schlechten Vermietbarkeit und dass wir immer noch nach einem Nutzer suchten. Er erwiderte, dass die Gemeinde Markt Schwaben auf der Suche nach einer größeren Immobile sei, um dort einen Kindergarten unterzubringen. Bingo!

Im Folgenden gab es mehrere Ortstermine und Planungsgespräche mit Mitarbeitern der Gemeinde (Frau Angela Freise und Herr Andreas Pröschkowitz), dem Sachverständigen für den vorbeugenden baulichen Brandschutz, Herrn Jochen Kaefer, und den Damen und Herren von der Unteren Denkmalschutzbehörde im Landratsamt Ebersberg und dem Landesamt für Denkmalpflege.

Die Einrichtung eines dreigruppigen Kindergartens für bis zu 70 Kindern in der Villa erfordert umfangreiche bauliche Änderungen. Es müssen drei ca. 50m² große Gruppenräume und ein Mehrzweckraum mit ca. 70m² geschaffen werden. Dazu müssen tragende Wände großflächig durchbrochen und die Deckenbalken mit Unterzügen abgefangen werden.

Alle Räume im Ober- und Dachgeschoß, in denen sich Kinder aufhalten können, benötigen einen zweiten Rettungsweg ins Freie. Dadurch wird ein zweites Treppenhaus notwendig. Um die Anforderung der Barrierefreiheit zu erfüllen, muss ein Aufzug integriert werden.

Da diese umfangreiche Nutzungsänderung ein genehmigungspflichtiges Bauvorhaben darstellen, haben wir Anfang Dezember einen entsprechenden Bauantrag ins Rathaus gebracht, dem auf der letzten Sitzung des Haupt- und Bauausschusses das “gemeindliche Einvernehmen” einstimmig erteilt wurde.

Hinterlasse eine Antwort