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Fassaden – neue “alte” Fenster

Freitag, 16. Juli 2010

An den Fassaden sollen einige kleinere Veränderungen vorgenommen werden.

In der Nordfassade wurden um 1935 zwei Fenster verschlossen, die nun wieder geöffnet bzw. wieder hergestellt werden sollen. Es handelt sich um Fenster Nr. 8 im Erdgeschoß neben dem Erker und Fenster Nr. 7 im Obergeschoß rechts neben dem Balkon, das 75 Jahre hinter verschlossenen Läden verborgen war, wieder hergerichtet.

In der Ostfassade wird das große dreiteilige Fenster Nr. 26 rechts neben der Haustüre gemäß den alten Fotos wieder hergestellt. Dieses Fenster wurde in den 1960er Jahren gegen ein einflügeliges und sprossenloses “Biebelfenster” ausgetauscht. Dabei wurden Fensterbreite und Brüstungshöhe verändert. All dies wird wieder in den Originalzustand zurückversetzt.

Die Westfassade erhält einen zusätzlichen Balkon. Dazu wird das Fenster Nr. 42 im Südlichen Teil als Balkontüre erweitert. Im Dachgeschoß wird das kleine Fenster Nr. 40 im Quergiebel vergrößert.
Das Fenster Nr. 45 im EG ist genauso wie die auf alten Fotos erkennbaren Fenster im DG ein von der Bauart und Einteilung her ganz anderer Typ als die Fenster 1-17. Vermutlich handelt es sich hierbei um gebrauchte Teile, die aus einem Abrissgebäude ausgebaut und hier wieder verwendet wurden.

Fenster EG und OG, Nr. 1-17, Stulp, eine Quersprosse

Fenster DG Nr. 20 + 21, Pfosten, zwei Quersprossen

Da bei diesem Fenstertyp der innere Flügel auch zwei Quersprossen hat, sind diese mit den Sprossen des Innenflügels versetzt.

Daher haben wir uns entschlossen, diese Fenster leicht zu modifizieren um ein einheitliches Bild zu erzeugen: Die Flügeleinteilung bleibt, wie sie auf den alten Fotos erkennbar ist, jedoch werden die äußeren Drehflügel als Stulp ohne Pfosten ausgeführt und sie erhalten nur eine Quersprosse, so dass sie mit der unteren Quersprosse des Innenflügels deckungsgleich ist.

Die Südseite des Gebäudes (die seltsamerweise weder zeichnerisch dargestellt noch fotografisch dokumentiert wurde) erhält im Dachgeschoß zwei statt des einen vorhandenen Fensters  (Nr. 47 + 48). Dadurch bekommt der später noch auszubauende große Raum im südlichen Dachgeschoß mehr Licht. Zusätzlich werden in das Dach Schleppgauben eingebaut, so wie sie im alten Eingabeplan von 1912 eingezeichnet sind, aber nie ausgeführt wurden (Nr. 18, 39 und 41).

Der Kamin im südlichen Teil des Gebäudes wird ab Oberkante Decke über Obergeschoß abgebrochen.